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Traditionelle Zeitmessung: chinesischer Mondkalender

Der chinesische Mondkalender entstammt einer Jahrtausende alten Kultur und wird bis heute in weiten Teilen Asiens verwendet. Er bezieht sowohl Mond- als auch Sonnenrhythmus mit ein.

Der chinesische Mondkalender hat in Teilen Asiens eine lange Tradition und ist viele Jahrtausende alt. Er orientiert sich am Rhythmus des Mondes und wurde seit jeher dazu verwendet, Mensch und Natur in Einklang zu bringen. Die Legende besagt, dass er von demselben Herrscher erfunden worden ist wie die traditionelle chinesische Medizin und die Astrologie. Die traditionelle Medizin Chinas hat sich bis heute gehalten und wird mittlerweile auch in vielen anderen Teilen der Welt praktiziert. Immer mehr Menschen fühlen sich neben den schulmedizinischen Methoden in der traditionellen chinesischen Medizin gut aufgehoben. Der Mondkalender bezieht bei der Berechnung des Jahres auch den Rhythmus der Sonne mit ein, der ca. 10 Tage länger dauert als der des Mondes. Ohne die Berücksichtigung der Sonne würde ein Jahr nur 354 Tage dauern und wäre mit dem Sonnenjahr nicht vereinbar.

Als erster Tag jedes neuen Monats gilt bei diesem Kalender der Neumond. Je nachdem, ob gerade zunehmender oder abnehmender Mond ist, ist es empfehlenswert, bestimmte Tätigkeiten wie zum Beispiel Haare schneiden oder Ernten zu verrichten. Auch im chinesischen Mondkalender gibt es, wie in der Astrologie, zwölf Tierkreiszeichen, die sich allerdings nicht am Geburtsmonat, sondern am Jahr orientieren. Die Tierkreiszeichen des chinesischen Mondkalenders sind zum Beispiel Büffel, Hund, Schlange oder Hahn und sind denen der europäischen Astrologie sehr fremd. Jedem Tierzeichen werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die sein Handeln und Denken auszeichnen.