Wie man Daten auf einem USB dauerhaft löschen kann
Der Einsatz kleiner USB-Sticks zum Speichern von Daten ist praktisch. Doch wenn die Daten wieder gelöscht werden sollen, ist dieses nicht so einfach, wenn eine spätere Auslesbarkeit durch Fremde vermieden werden soll.
Die kleinen handlichen USB-Sticks sind mittlerweile überall dabei. Man findet sie heute sogar schon an der Supermarktkasse, als Werbegeschenke und Dreingaben zu vielen anderen Produkten. Immer mehr Daten werden von Computerbenutzern auf den praktischen USB-Sticks gespeichert. Die Sticks haben auch deshalb einen guten Ruf, weil die Datensicherheit auf ihnen überraschend hoch ist. So sind die Sticks unempfindlich gegenüber Stürzen und es werden keine mechanischen Bauteile eingesetzt, die dazu führen könnten, dass der Stick mit der Zeit kaputt geht. Was viele Anwender aber nicht beachten, ist ein anderes Problem. Auf den USB-Sticks werden nämlich auch Daten gespeichert, beruflicher oder privater Natur, die man besser nicht in fremde Hände geben möchte. Da die USB-Sticks sehr leicht und klein sind, können sie einem schnell aus der Hosentasche rutschen oder man lässt sie irgendwo liegen. Viele Anwender löschen deshalb sensible Daten auf USB-Sticks, bevor es zu einem Verlust kommen kann. Leider wird hier nicht verstanden, dass es mit dem einfachen Löschen von Daten nicht getan ist. Tatsächlich sind auf USB-Sticks gelöschte Daten noch lange lesbar und stellen so ein großes Sicherheitsrisiko dar. Wer diese Geräte in seinem Alltag einsetzt, der sollte auch wissen, wie man seine Daten sicher löschen kann.
Angeschlossen werden die kleinen Speichermedien an den Computer per USB. Dauerhaft löschen kann man sie nur dann, wenn man verstanden hat, wie sie funktionieren. Die Speichertechnik, die bei USB-Sticks eingesetzt wird, unterscheidet sich nämlich deutlich von jener konventioneller PC- oder Notebookfestplatten. USB-Sticks sind mit einer großen Zahl winzig kleiner Speicherzellen versehen, den Flash-EPROMs. Diese werden beim Speichern mit Daten "befüllt". Diese Schreibvorgänge geschehen aber nicht auf eine lineare Art und Weise, sondern die geschriebenen Daten werden kreuz und quer über die Speicherzellen verteilt. Der Grund für dieses Vorgehen liegt darin, dass die Speicherzellen nur eine begrenzte Lebensdauer haben und vor dem vorzeitigen Verschleiß bewahrt werden sollen. Es gilt daher der Grundsatz, dass eine einzelne Speicherzelle so selten wie möglich angesprochen werden sollte. Das führt dazu, dass Daten auf einem USB-Stick über viele Speicherzellen verstreut gespeichert liegen. Wenn diese Daten nun überschrieben werden, wird nicht die gesamte alte Information unlesbar, sondern nur ein Teil davon. Da Speicherzellen nicht zu sehr beansprucht werden sollen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass bei einem Überschreiben ausgerechnet die zuletzt gespeicherten Daten als Erstes überschrieben werden.
Aus diesem Grund ist auch bei USB-Sticks das endgültige Löschen von Daten schwierig. Wer seine Sticks sicher löschen möchte, sollte sich deshalb lieber auf spezielle Programme verlassen, die auf solche Namen wie Shredder, Eraser oder Wiper hören. Mit solchen Programmen ist es einfach, einen USB-Stick so lange mit sinnlosen Daten zu überschreiben, bis wirklich jede Speicherzelle gelöscht ist und die alten Informationen sich nicht mehr auslesen lassen.